Musik Aufnahmeprüfung
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Aufnahmeprüfung Musikstudium: Ablauf, Anforderungen & Vorbereitung

Die Aufnahmeprüfung ist der wichtigste Schritt auf dem Weg ins Musikstudium. Doch wie läuft sie genau ab und welche Anforderungen erwarten dich in Hauptfach, Musiktheorie und Gehörbildung? In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige zur Aufnahmeprüfung im Musikstudium und wie du dich optimal darauf vorbereiten kannst.
Verfasst von:Ben Müller
Studentin bei der Aufnahmeprüfung für ein Musikstudium an einer Musikhochschule
Hier findest du alles Wissenswerte rund um das Thema: Musik Eignungsprüfung

Wenn du ein Musikstudium beginnen möchtest, führt kein Weg an der Aufnahmeprüfung für das Musikstudium vorbei. Für viele Bewerber*innen ist diese Prüfung die größte Hürde auf dem Weg an eine Musikhochschule.

Was wird in der Musiktheorie und Gehörbildung verlangt? Wie läuft die Aufnahmeprüfung ab? Und wie kannst du dich gezielt vorbereiten, um sicher zu bestehen?

In diesem Beitrag erfährst du, wie die Aufnahmeprüfung im Musikstudium typischerweise aufgebaut ist, welche Inhalte wirklich relevant sind und wie du dich strukturiert darauf vorbereitest.

Wie läuft der gesamte Bewerbungsprozess ab?

Der Weg ins Musikstudium beginnt mit der Bewerbung und endet mit der Aufnahmeprüfung. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie der Bewerbungsprozess für ein Musikstudium typischerweise abläuft.

Die richtige Musikhochschule finden

Bevor du dich zur Aufnahmeprüfung für das Musikstudium anmeldest, solltest du überlegen, welche Musikhochschulen zu dir passen. Legst du mit deinem Instrument einen besonderen Schwerpunkt auf eine bestimmte Musikrichtung wie Jazz, Pop oder neue Musik, solltest du speziell nach Hochschulen suchen, die sich genau auf diese Richtung fokussieren. Außerdem gibt es Musikhochschulen, die bei Instrumenten oder Gesang für bestimmte Techniken oder Richtungen bekannt sind. Manche bilden Musiker*innen besser auf eine Solo-Karriere vor und andere helfen einem beim Musizieren im Orchester.

Um diese Infos herauszufinden, kannst du deine Lehrerin oder deinen Lehrer fragen, dich auf der Webseite der Hochschule informieren oder auch online nach weiteren Berichten zum Musikstudium an dieser Musikhochschule suchen.

Am Ende des Beitrags haben wir für dich eine Liste mit allen 24 Musikhochschulen in Deutschland erstellt, wo du dich direkt informieren kannst.

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Die Bewerbung

Hast du Hochschulen gefunden, die dir gefallen und zu dem passen, was du suchst, musst du dich bewerben. Bewerbe dich am besten an mehreren Hochschulen, da du so eine höhere Chance hast, an mindestens einer aufgenommen zu werden. Meine Empfehlung sind drei bis vier Hochschulen.

Hast du dich für Musikhochschulen entschieden, solltest du mit der Bewerbung sowie der Vorbereitung auf die Prüfungen beginnen. Da es kein zentrales Bewerbungssystem gibt, musst du dich bei jeder Hochschule individuell bewerben und dich auf den Webseiten der Hochschulen informieren. Dort steht dann, was du alles mitsenden musst. Viele Hochschulen verlangen nämlich inzwischen ein Video, bevor du zur Aufnahmeprüfung zugelassen wirst, in dem du zunächst dein Können unter Beweis stellst. Die Bewerbungsfristen für die Aufnahmeprüfung im Musikstudium liegen meist zwischen Februar und April für das Wintersemester.

Tipp: Am Ende des Beitrags findest du hilfreiche Links zu den Bewerbungsseiten verschiedener Musikhochschulen.

Hast du deine Bewerbungsunterlagen verschickt, bekommst du nach Ablauf der Bewerbungsfrist eine Nachricht per Post oder E-Mail von der Hochschule. Dort wird dir das individuelle weitere Verfahren erläutert und du bekommst alle nötigen Infos zu den einzelnen Teilen der Prüfung wie zum Beispiel Zeit und Ort. Ab dann heißt es spätestens: “Üben, üben, üben!” Bis zur Aufnahmeprüfung kannst du dich jetzt noch perfekt vorbereiten.

Die Prüfung

Dann ist es soweit. Der Tag bzw. die Tage der Prüfungen stehen an. Am Tag der Aufnahmeprüfung für das Musikstudium werden sowohl dein praktisches als auch dein theoretisches Können abgefragt. Daher gibt es verschiedene Prüfungsteile, die sich je nach Hochschule meist über einen oder mehrere Tage erstrecken. Welche Teile das sind, erfährst du ebenfalls auf der Seite der Hochschule.

Nach den einzelnen Prüfungsteilen bekommst du häufig schon das Ergebnis mitgeteilt, ob du den Teil bestanden hast. Wenn du einen wichtigen Prüfungsteil nicht bestehst, kann es sein, dass du nicht mehr an den weiteren Teilen teilnehmen kannst. Falls es nicht geklappt hat, sei nicht enttäuscht, sondern nimm mögliche Kritik der Prüfer*innen an und versuche dich damit noch besser auf die nächste Aufnahmeprüfung vorzubereiten.

Hast du alle Teile absolviert, dauert es allerdings meistens noch etwas, bis du eine verbindliche Zusage bekommst. Die Prüfer*innen müssen sich noch beraten und alle Bewerber*innen anhören. Daher bekommt man die Zusage häufig erst per Post oder Mail nach der Aufnahmeprüfung.

Wie läuft eine Aufnahmeprüfung im Musikstudium ab?

Nachdem wir dir allgemein erklärt haben, wie der Bewerbungsprozess aussieht, schauen wir uns noch etwas detaillierter an, was am Tag bzw. den Tagen der Aufnahmeprüfung auf dich wartet und wie sie abläuft.

Die Aufnahmeprüfung im Musikstudium besteht in der Regel aus mehreren Prüfungsteilen. Diese unterscheiden sich je nach Fach, welches du studieren möchtest. Es gibt immer eine Hauptfachprüfung, in der dein Können in deinem Hauptfach (also z.B. deinem Instrument) geprüft wird. Außerdem gibt es eine Prüfung in Musiktheorie und Gehörbildung. Bei vielen Aufnahmeprüfungen gibt es auch noch eine Klavier-Prüfung, da man Klavier sehr häufig als Nebenfach belegt. Das bedeutet für dich aber, dass du für die Aufnahmeprüfung etwas Klavier spielen können musst.

Die genaue Reihenfolge und die Inhalte sind je nach Hochschule und Studiengang verschieden. Du kannst dich auch hier wieder auf der Seite der Hochschulen darüber informieren.

Hauptfachprüfung

Die Hauptfachprüfung ist die wichtigste Prüfung, die du im ganzen Prozess ablegst. Dort wird bewertet, wie gut du spielst und welches Entwicklungspotenzial du hast. Bereite dich hier somit bis ins kleinste Detail vor.

Tipp: Um die Hochschule und deine zukünftige Lehrkraft schon vorher kennenzulernen, ist es sehr empfehlenswert, einen oder zwei Monate vor deiner Aufnahmeprüfung Unterricht zu nehmen. Damit kannst du selbst auch feststellen, ob die Lehrkraft und der Unterrichtsstil zu dir passt, denn nach der bestandenen Prüfung wirst du schließlich vier Jahre mit dieser Person im Unterricht verbringen.

In der Hauptfachprüfung trägst du ein einstudiertes, kurzes Programm vor. Dieses besteht meist aus verschiedenen Stücken unterschiedlicher Stilrichtungen und Epochen – beim Schlagzeug musst du dich zudem an den verschiedenen Instrumenten beweisen. Bei der Wahl der Stücke bist du – bis auf Vorgaben zu Epochen – häufig frei und musst für dich selbst entscheiden, wie schwer die Stücke sein sollen. Teilweise gibt es auch Pflichtstücke (oft kurze Etüden), die alle Bewerber*innen spielen müssen, um einen besseren Vergleich zu ziehen. Ein weiterer Teil der Prüfung ist oft ein Vom-Blatt-Spiel, bei dem du ein einfaches Stück vorgelegt bekommst und dieses nach kurzem Ansehen spielen sollst. Auch das Blattspielen solltest du zuvor geübt haben.

Die Dauer dieser Prüfung beschränkt sich in der Regel auf 10 bis 20 Minuten. Das gilt allerdings nur für eine Bewerbung im Bachelor. Für den Master können sie auch 30 oder sogar 60 Minuten dauern. Zu diesem Zeitpunkt hast du durch dein Bachelorstudium bereits mehrere Jahre zusätzliche Erfahrung gesammelt.

Alle wichtigen Infos zu deiner Hauptfachprüfung findest du wieder auf den entsprechenden Seiten der Musikhochschulen.

Nebenfachprüfung

In vielen Studiengängen gehört Klavier als Nebenfach zum Studium. Deshalb gibt es häufig auch eine Klavierprüfung in der Aufnahmeprüfung.

Hier bereitest du ebenfalls ein paar kleine Stücke aus verschiedenen Epochen vor. Aber keine Sorge, diese Stücke müssen nicht besonders schwer sein und du musst sie auch nicht perfekt performen. Die Hochschule möchte aber sehen, dass du ein wenig Klavier spielen kannst und mit dem Instrument vertraut bist. Außerdem sind Tonleitern oder Akkorde oft Bestandteil der Prüfung.

Für bestimmte Studiengänge wie Dirigieren oder Komposition kann dieser Prüfungsteil allerdings deutlich anspruchsvoller sein. Die Auswahl der Stücke muss schwieriger sein und meistens muss man auch bestimmte Noten vom Blatt spielen können. Für das Hauptfach Klavier fällt dieser Prüfungsteil natürlich weg.

Genauere Infos zu den vorbereitenden Inhalten in der Nebenfachprüfung findest du wie immer auf der Seite der Musikhochschule.

Theoretisches Wissen

In der Aufnahmeprüfung im Musikstudium geht es aber nicht nur um deine praktischen Fähigkeiten, sondern auch dein theoretisches Wissen. Dieser Bereich ist in der Aufnahmeprüfung meist in zwei verschiedene Teile aufgeteilt: Musiktheorie und Gehörbildung. Dort wirst du dann Grundkenntnisse in beiden Gebieten abgefragt und es wird geschaut, dass du ein solides Wissen hast, auf das im Musikstudium aufgebaut werden kann.

Dieser Teil der Prüfung ist zeitlich meist der längste, da du häufig 60 bis 120 Minuten Bearbeitungszeit der Aufgaben hast. Die Hauptfachprüfung hat aber meistens den größten Einfluss auf die Aufnahmeentscheidung. Trotzdem musst du auch in Musiktheorie und Gehörbildung ein bestimmtes Niveau erreichen, da das Bestehen dieses Prüfungsteils an manchen Hochschulen als Voraussetzung für die Zulassung zur Hauptfachprüfung gilt.

Auch hier sind die Webseiten der Musikhochschulen sehr hilfreich. Dort werden häufig Probeaufgaben und Übungen veröffentlicht, mit denen du dich vorbereiten kannst. Welche Inhalte du generell können solltest, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Weitere Anforderungen

Je nach Studiengang kann es auch noch weitere Teile in der Aufnahmeprüfung im Musikstudium geben. Diese prüfen zum Beispiel das Spielen im Ensemble, deine Improvisationsfähigkeiten, Wissen zur Musikgeschichte oder auch das Leiten eines Ensembles.

Möchtest du Lehrer*in werden, kannst du dich auch auf einer speziellen Seite zum Musik Lehramt über den Studiengang informieren. Dort findest du alles, was du über das Lehramtsstudium wissen musst.

Musst du eine Prüfung in dieser Richtung absolvieren, so findest du nähere Infos dazu auch in den Anforderungen an die Aufnahmeprüfung auf der Seite der Hochschule.

Welche Inhalte kommen in Musiktheorie und Gehörbildung in der Aufnahmeprüfung dran?

Musiktheorie und Gehörbildung sind für viele Bewerber*innen der anspruchsvollste Teil der Aufnahmeprüfung im Musikstudium. Damit du dich ideal auf den theoretischen Teil vorbereiten kannst, zeigen wir dir hier, welche Inhalte in den meisten Aufnahmeprüfungen abgefragt werden. Außerdem geben wir dir am Ende noch Tipps, mit welchen Mitteln du deine Vorbereitung perfekt optimieren kannst.

Musiktheorie

In der Musiktheorie wird der größte Teil deines Basiswissens abgefragt. Die Inhalte bilden die Grundlage für dein späteres Musikstudium. Natürlich wird nicht in jeder Prüfung und an jeder Hochschule der gleiche Inhalt abgefragt. Wir haben für dich aber die wichtigsten Aufgaben und Themen aus vielen verschiedenen Aufnahmeprüfungen zusammengesucht.

Du solltest grundlegende Notationen kennen. Also die Noten schreiben und lesen können – auch in verschiedenen Notenschlüsseln. Auch die Benennung von Notenschlüsseln kann gefordert sein. Notenwerte und Rhythmik sind ebenfalls wichtige Themen. Außerdem können alle möglichen Zeichen in der Musik wie zum Beispiel Artikulation, Dynamik oder Fachbegriffe zu Tempoangaben abgefragt werden. Dabei solltest du meist die Bedeutung oder den Namen notieren.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es Übungen zu Intervallen, Akkorden, Taktarten, Skalen (z.B. Kirchentonarten) und Tonleitern (Dur, Moll natürlich, harmonisch und melodisch) geben. In diesen Bereichen solltest du sehr gut vorbereitet sein, da die Vielfalt möglicher Aufgabenstellungen begrenzt ist und man sich daher sehr gut darauf vorbereiten kann. Auf Fragen im Bereich der Funktionstheorie und des Generalbass solltest du auch vorbereitet sein. Außerdem ist die Stufentheorie häufig Teil der Prüfung. Häufig muss man dort Kadenzen (Akkordfolgen) auf Basis dieser Notationen ausschreiben. In diesem Zuge gibt es auch Aufgaben, bei denen man gegebene Akkorde korrekt auflösen soll.

Manchmal gibt es auch Fragen, bei denen du Töne transponieren oder eine Obertonreihe notieren solltest oder es gibt kreative Aufgaben. Zum Beispiel soll man eine Melodie fortsetzen, eine Akkordbegleitung oder eine Gegenstimme (Kontrapunkt) zu einer Melodie schreiben oder Variationen zu einer gegebenen Phrase notieren.

Hast du all diese möglichen Themenbereiche und Aufgaben dazu intensiv vorbereitet, wirst du die Prüfung zur Musiktheorie mit Bravour bestehen.

Gehörbildung

Neben dem theoretischen Wissen innerhalb der Musiktheorie werden auch deine Hörfähigkeiten abgefragt. Gerade in der Gehörbildung entscheidet regelmäßiges Training über Erfolg oder Misserfolg. Außerdem ähneln sich die gestellten Aufgaben an vielen Hochschulen stark.

Zu den Basisaufgaben zählen das Hören von Intervallen, Akkorden, Tonleitern oder das Erkennen von Instrumenten am Klang. Darüber hinaus gibt es häufig Fragestellungen, bei denen man gespielte Melodien oder Rhythmen aufschreiben muss. Dabei können einstimmige oder zweistimmige Melodien sowie mehrstimmige Akkordfolgen abgefragt werden.

In manchen Aufnahmeprüfungen werden auch Ausschnitte aus Werken vorgespielt und man muss Angaben zu Besetzung, Entstehungszeit oder Epoche, möglichen Komponisten, der Gattung sowie der Struktur des Abschnitts machen.

Du siehst also, dass man den Umfang des theoretischen Teils nicht unterschätzen und auf alle möglichen Aufgaben vorbereitet sein sollte. Auf den Webseiten vieler Musikhochschulen findest du außerdem Beispielklausuren. So bekommst du einen guten Eindruck davon, was konkret gefordert wird und welche Aufgabentypen für dich besonders relevant sind. Mit dieser Übersicht über die wichtigsten Themen hast du allerdings eine gute Grundlage für deine Vorbereitung.

Warum viele bei der Aufnahmeprüfung im Musikstudium durchfallen

Die Aufnahmeprüfung im Musikstudium ist ein Auswahlverfahren – nicht jede*r schafft es beim ersten Versuch. Oft liegt das nicht an Talent oder Engagement, sondern an Faktoren wie Vorbereitung, Prüfungsstrategie oder dem begrenzten Platzangebot an den Hochschulen.

Nicht genug Studienplätze

An den meisten Hochschulen ist das Platzangebot begrenzt, während die Bewerberzahlen sehr hoch sind. Das bedeutet: Auch sehr gute Musiker*innen erhalten manchmal eine Absage. Wurdest du nicht genommen, liegt das also nicht unbedingt an deinem Können, sondern daran, dass einfach nicht genug Studienplätze für alle Bewerber*innen vorhanden waren.

Musiktheorie oder Gehörbildung nicht bestanden

Einer der häufigsten Gründe für das Nichtbestehen ist eine unzureichende Vorbereitung auf Musiktheorie und Gehörbildung. Viele konzentrieren sich stark auf ihr Hauptfach und vernachlässigen dabei die Theorie. Dabei gilt: Übung macht den Meister – vor allem in der Gehörbildung. Nur durch regelmäßiges, langfristiges Training kannst du auch hier sicher bestehen.

Tipp: Um dich flexibel und intensiv auf die Theorie vorzubereiten, eignet sich das Online Lernen von Musiktheorie besonders. In dem verlinkten Beitrag findest du hilfreiche Tools und Kurse, mit denen du dich vorbereiten kannst.

Unterschätzung der Aufnahmeprüfung

Viele denken: „Ich spiele doch gut – das reicht.“ Das stimmt nicht immer. Lass dir unbedingt von einer Lehrkraft Feedback geben – gerade nach monatelangem Üben kann einem selbst das Auge für Verbesserungen fehlen. Außerdem solltest du auch die theoretischen Prüfungsteile ernst nehmen und dich auf alle Bereiche der Aufnahmeprüfung im Musikstudium intensiv vorbereiten.

Vorbereitung zu kurz

Selbst wenn du sehr gut spielst, reicht kurzfristiges Üben nicht aus. Ohne langfristigen Übungsplan kannst du dein volles Potenzial nicht abrufen und dich in der Prüfung nicht von deiner besten Seite zeigen.

Falsche Hochschulstrategie

Wir haben bereits darüber gesprochen, dass du dich an verschiedenen Hochschulen bewerben solltest, um deine Chance zu erhöhen, an mindestens einer Hochschule angenommen zu werden. Bewirbst du dich allerdings nur an sehr renommierten Hochschulen, triffst du auf starke Konkurrenz und sehr hohe Ansprüche. Eine Mischung aus renommierten und kleineren Hochschulen erhöht deine Chancen. So hast du auch ein Backup, falls es bei deinen Favoriten nicht klappt.

Nervosität in der Prüfung

Viele haben Lampenfieber vor einer so entscheidenden Prüfung und können dadurch nicht ihre gewohnte Leistung abrufen. Spiele dein Programm am besten schon vor der Aufnahmeprüfung vor anderen Personen vor, um dich an die Situation zu gewöhnen.

Wie bereitet man sich optimal auf die Aufnahmeprüfung vor?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich auf die Aufnahmeprüfung im Musikstudium vorzubereiten. In der Praxis ist meist eine Kombination mehrerer Methoden am effektivsten.

Viele Musikhochschulen bieten eigene Vorbereitungskurse an. Dort werden die wichtigsten Inhalte in Musiktheorie und Gehörbildung wiederholt und prüfungsnah geübt. Der Vorteil: Du bekommst einen direkten Eindruck davon, was an dieser Hochschule erwartet wird. Der Nachteil: Die Kurse finden meist vor Ort statt und erstrecken sich häufig über ein oder zwei Tage – Anreise und Übernachtung sind daher nicht immer vermeidbar.

Auch Musikschulen bieten teilweise Vorbereitungskurse an. Wenn weder eine Hochschule noch eine Musikschule in deiner Nähe solche Angebote hat, gibt es zudem Online-Kurse, die per Videokonferenz stattfinden.

Möchtest du zeitunabhängig lernen und dich intensiver mit den theoretischen Inhalten auseinandersetzen, gibt es auch Bücher rund um die Musiktheorie und Gehörbildung. Zum Beispiel „Crashkurs Gehörbildung“ oder „MusikDurchblick!“. Bücher bieten eine gute Grundlage, erfordern jedoch viel Eigenorganisation und regelmäßiges, selbstständiges Üben.

Besonders flexibel sind strukturierte Onlinekurse. Sie ermöglichen es dir, zeitunabhängig zu lernen, Inhalte Schritt für Schritt zu verstehen und das Gelernte direkt anhand von Übungen anzuwenden. Ein solcher Kurs ist der Notono Musiktheoriekurs, der speziell auf die Anforderungen von Aufnahmeprüfungen zugeschnitten ist. Mehr dazu erfährst du im nächsten Abschnitt.

Unabhängig von der gewählten Methode gilt: Eine kontinuierliche und langfristige Vorbereitung ist entscheidend. Idealerweise kombinierst du verschiedene Angebote – etwa einen hochschuleigenen Kurs mit ergänzendem Online-Training zum Beispiel mit Notono – und arbeitest regelmäßig an Musiktheorie und Gehörbildung.

Strukturierte Vorbereitung mit dem Notono Musiktheoriekurs

Besonders schwierig sind für viele Bewerber*innen Musiktheorie und Gehörbildung. Genau hier setzen strukturierte Onlinekurse an. Der Notono Musiktheoriekurs wurde speziell für die Anforderungen von Aufnahmeprüfungen im Musikstudium entwickelt.

Der Kurs umfasst über 130 Kapitel und mehr als 80 Übungen zu den wichtigsten Themen der Aufnahmeprüfung – darunter Intervalle, Akkorde, Tonleitern, Skalen, Rhythmik und Notenschlüssel. Zusätzlich gibt es Übungen zur Gehörbildung, sodass du sowohl dein theoretisches Wissen als auch dein musikalisches Gehör trainieren kannst.

Neben den prüfungsrelevanten Inhalten behandelt der Kurs auch weitere Themen der Allgemeinen Musiklehre, Harmonielehre, Gehörbildung und Musikgeschichte. Damit eignet er sich nicht nur zur Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung, sondern kann auch während des Studiums eine hilfreiche Unterstützung sein.

Ein weiterer Vorteil: Der Kurs funktioniert ohne Abo-Modell. Du kaufst ihn einmalig und kannst dauerhaft auf alle Inhalte zugreifen. Für Bewerber*innen gibt es außerdem eine Geld-zurück-Garantie: Wenn du dich intensiv mit dem Kurs vorbereitet hast und den Theorieteil der Aufnahmeprüfung trotzdem nicht bestehst, kannst du dein Geld zurückbekommen. Weitere Informationen dazu findest du direkt bei Notono.

Wenn du dir selbst ein Bild machen möchtest, kannst du zunächst eine kostenlose Version ausprobieren und direkt mit ersten Übungen zur Aufnahmeprüfung starten.

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FAQ zur Aufnahmeprüfung im Musikstudium

Die Aufnahmeprüfung ist anspruchsvoll, da du in mehreren Bereichen geprüft wirst – vor allem im Hauptfach, in Musiktheorie und in der Gehörbildung. Um angenommen zu werden, musst du in allen Teilen ein gutes bis sehr gutes Niveau zeigen. Mit einer intensiven und strukturierten Vorbereitung ist die Prüfung jedoch gut zu schaffen. Wie schwer sie für dich persönlich ist, hängt auch von deinem bisherigen Kenntnisstand ab.

Grundlegende Themen der Musiktheorie solltest du sicher beherrschen. Dazu gehören unter anderem Intervalle, Akkorde, Rhythmen, Skalen, Tonleitern und Notenschlüssel. Außerdem wird häufig Gehörbildung geprüft, zum Beispiel das Erkennen von Intervallen, Akkorden oder Melodien. Manche Hochschulen fragen zusätzlich Grundkenntnisse zur Musikgeschichte, zu Epochen oder Komponisten ab.

Ja, das ist definitiv möglich. Viele Bewerber*innen haben keinen Leistungskurs Musik besucht. Entscheidend ist vor allem deine Vorbereitung. Wenn du dich intensiv mit Musiktheorie, Gehörbildung und deinem Hauptfach beschäftigst, kannst du die Aufnahmeprüfung auch ohne schulischen Schwerpunkt im Fach Musik bestehen.

Das hängt stark von deinem aktuellen Niveau ab. Für das Hauptfach beginnen viele Bewerber*innen etwa sechs Monate bis ein Jahr vor der Prüfung mit einer intensiven Vorbereitung. Beim Nebenfach reicht oft ein kürzerer Zeitraum. Für Musiktheorie und Gehörbildung sind mehrere Monate regelmäßiges Training sinnvoll – besonders dann, wenn du in diesem Bereich noch wenig Erfahrung hast.

Ja. Der grundlegende Aufbau der Aufnahmeprüfung ist zwar ähnlich – meist gibt es eine Hauptfachprüfung, eine Nebenfachprüfung und einen theoretischen Teil. Die genauen Inhalte und Anforderungen können sich jedoch von Hochschule zu Hochschule unterscheiden. Informiere dich deshalb immer auf der Website der jeweiligen Musikhochschule über die konkreten Prüfungsanforderungen.

Die Chancen hängen stark von der Hochschule und dem Instrument ab. Oft bewerben sich deutlich mehr Personen, als Studienplätze vorhanden sind. Wenn du dich gut vorbereitest und dich an mehreren Hochschulen bewirbst, steigen deine Chancen jedoch deutlich.

Nein, man ist nie zu alt, um Musik zu studieren. In der Regel gibt es keine feste Altersgrenze, die dich daran hindert, ein Studium anzufangen. Allein deine Leistung in der Aufnahmeprüfung entscheidet, ob du für ein Musikstudium geeignet bist.

Liste der Musikhochschulen

Hier findest du die Liste aller 24 Musikhochschulen in Deutschland und passend dazu einen Link auf die Webseite, die dir genauere Infos zur Aufnahmeprüfung für das Musikstudium gibt. Wenn es online Probeklausuren oder Übungen gibt, findest du ebenfalls einen Link dazu.*

*Die verlinkten Aufgaben sind nur beispielhafte Übungen der jeweiligen Hochschulen und dienen zur Orientierung. Die tatsächlichen Prüfungsanforderungen können sich ändern.

Ursprünglich veröffentlicht 9. November 2020 aktualisiert 8. April 2026